Das Außergewöhnliche dieses Museums macht ein Vergleich deutlich.
Äußerlich: Ursprünglich eine Weinkellerei im Jugendstil, hervorragend saniert; gelegen an der wunderschönen Flußlandschaft der Mosel.
Inhaltlich: Insbesondere Museen, die auch eine Asien-Abteilung haben, zeigen den einen oder anderen Buddha; reine Asien-Museen natürlich viele. Unser Museum zeigt nur Buddhas (plus Verwandtschaft). Es bemüht sich, möglichst vollständig, Buddhas aus allen buddhistischen Ländern, Zeiten, Lehrrichtungen und Materialien zusammenzubringen (und es ist darin teilweise schon weit vorangeschritten) – und an diesen Buddhas die Lehre des Buddha zu veranschaulichen, gemäß der Äußerung des Buddha: “Wer mich sieht, sieht meine Lehre”.

Das Buddha-Museum Traben-Trarbach. In seiner Konzentration auf den Erleuchteten, an Größe und Vielfalt in Europa unvergleichlich

Man glaubt es kaum: Im milden, lächelnden, sonnigen Moseltal existiert eine ebensolche Sammlung: In Traben-Trarbach, unmittelbar am Ufer der Mosel, im Gebäude einer ehemaligen Weinkellerei, der – laut Denkmalschutz-Behörde – weltweit einzigen im Jugendstil, haben im Dezember 2009 rund 1.800 Buddhas (inklusive näheren und ferneren Verwandten wie Arhats und Bodhisattvas) auf Dauer zusammengefunden, die der in dieser Region allgemein vorherrschenden Weinseligkeit einen völlig unerwarteten Akzent verleihen.
Eingerichtet haben sie sich in einem von Grund auf sanierten Gebäude großzügiger Dimensionen: Nicht nur 4.000 Quadratmeter stehen zur Verfügung, auch das Ambiente übt offensichtlich große Anziehung aus, denn zahlreiche Gäste, die sich hier ausgesprochen wohl fühlen, haben schon wiederholt vorbeigeschaut.

Die Buddhas benehmen sich übrigens äußerst unaufdringlich, so wie Buddhas eben sind: Tolerant, verständ-nisvoll und ohne das geringste Interesse, ihren Gästen irgendwelche Ansichten aufzudrängen. Sie wirken und überzeugen durch ihr bloßes So-Sein. Doch sollten Besucher tiefergehendes Interesse äußern, zur Kultur ihrer Herkunftsländer, zu ihrem bisweilen ungewöhnlichen Habitus, zu ihrem Denken, so haben die Buddhas dafür Personal angestellt, ein kleines engagiertes Team, das darauf wartet und sich freut, Fragen zu beantworten oder auch durch das ganze Haus zu führen. Gelegentlich kommt es auch zu Veranstaltungen, in denen jemand, der “Bescheid weiß”, größere Zusammenhänge erklärt und dabei vielleicht Antworten gibt auf Fragen, die gar nicht gestellt wurden, und die auch noch nicht zur Erleuchtung, aber immerhin zu einem “Aha”-Erlebnis führen.

Wer dickere Bretter bohren will, für den gibt es Bücher, CDs und – zeitgemäß – Multimedia-Installationen. Denn wenn der Buddha mittlerweile auch schon rund 2.500 Jahre alt ist, so ist er doch zeitlos und auch – oder vielleicht gerade – in der globalisierten Welt zuhause. Natürlich gibt es auch Raum um auszuruhen und eine Erfrischung zu sich zu nehmen, selbst etwas so un-buddhistisches wie Kaffee.

Übrigens: Die Buddhas rücken zur Not auch einmal enger zusammen, wenn Sie ihr Haus für eine größere Veranstaltung (bis zu 150 Personen) nutzen möchten.
Und noch etwas: Bringen Sie Zeit mit. Denn wenn Sie sich jedem Hausbewohner auch nur eine Minute widmen, wären das schon 1.800 Minuten – das sind 30 Stunden (!).
Moderne Multimedia-Installationen machen die Vielfalt des Buddhismus in Kunst, Kultur, Philosophie, Geschichte erlebbar. Fortlaufend wird eine Datenbank ergänzt, die Informationen zum Buddhismus erfasst. Ziel ist letztlich die Schaffung eines umfassenden buddhistischen Informations-Zentrums. Diese Einrichtungen sind Besuchern, Sammlern und thematisch Interessierten zugänglich.

Bruno Möhring Platz 1 • 56841 Traben-Trarbach
Tel. 06541-816518-0
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Internet: www.buddha-museum.de


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