Originalgetreues Wohnhaus mit Schmiede aus dem 17. Jahrhundert, liebevoll renoviert
Einzigartig: vollständig eingerichtete und funktionsfähige Schmiede mit vielen Gerätschaften

Elfleinshäusla – Leben, Wohnen, Arbeiten im 19./20. Jahrhundert

Das „Elfleins-Häusla“ muss nach Lehmwandbefunden vor 1700 erbaut worden sein. Der Stallbau erfolgte um 1920. Heute befindet sich das Haus in Gemeindebesitz und wurde federführend von Rudolf Wandler mit einem großen Helferkreis ehrenamtlich mit viel Liebe zum Detail restauriert. Die Wände hat man nach originalem Befund mit neuen Mustern versehen. Die Schmiede wurde von dem gelernten Schmied Willi Gruschke instand gesetzt, der auch gerne nach Absprache Schmiedevorführungen anbietet.

Das Herzstück des Hauses ist die vollständig eingerichtete Schmiede im Hauseingang.
Das wertvollste Objekt stellt eine Handbohrmaschine dar, die noch voll funktionsfähig ist. Da man die Wohnstube sauber halten wollte, traf sich die Familie Elflein auch in der Schmiede zum Essen. Deshalb findet man hier auch noch den originalen Tisch mit Bank.

Zwei Stufen führen von der Schmiede nach oben in die Wohnstube, die zugleich auch als Büro genutzt wurde. Bis auf einen Vertiko zum Ausklappen, an dem die Schreibarbeit erledigt wurde, ist die Einrichtung noch weitgehend original erhalten: die alten Holzböden, die Vorhänge, die Lampe, das „Phalterla“ in der Ecke – ein Apothekerschrank – u.v.m.

Ebenfalls links von der Schmiede befindet sich die Küche. Auch hier ist nahezu alles original erhalten: Möbel, Herd, Wäschespinne, Töpfe, Geschirr, Besteck, usw. Hinter der Küche befindet sich der Stallanbau, der aus den 1920er Jahren stammt.
Sehr eindrucksvoll ist der Gewölbekeller des Hauses, der zur Aufbewahrung von Wein, Rüben, Kartoffeln und Eingemachtem diente. Hier findet man u. a. eine Steinkelter und zahlreiche Weinfässer.

Eine Besonderheit kann man im Hof entdecken – das zum Haus gehörende Plumpsklo hat sich hier erhalten. Außerdem findet man den früheren Schweinestall mit Fleischkessel für Wäsche und Schlachttag.Im Obergeschoss befanden sich die Schlafräume. Im kleinen Kinderzimmer wurde früher auch die Wurst aufgehängt und das Obst zum Dörren ausgebreitet. In der Futterkammer wurde das Futter für die Tiere gelagert. Heute sind hier einige landwirtschaftliche Geräte ausgestellt, z. B. eine Strohschneidemaschine, einige Weinbergspritzen u.v.m. Ganz oben im Haus befand sich die Räucherkammer und der Taubenschlag.

Kirchenplatz 18 • 97348 Rödelsee
Tel. 09323-89952
Öffnungszeiten: So 16-18 Uhr
Internet: www.museen-kitzingerland.de


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