Einzigartig: Die Gedenkstätte stellt als eine der am besten erhalten gebliebenen Haftstätten der NS-Zeit ein Kulturgut von nationalem und europäischem Rang dar.

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln entwickelte sich seit 1979 zur größten lokalen Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. Es hat seit 1988 seinen Sitz im EL-DE-Haus, das nach den Initialen seines Bauherrn, des Kaufmanns Leopold Dahmen, benannt wurde. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo. Im Innenhof des Gebäudes wurden in den letzten Monaten des Krieges mehrere Hundert Menschen, vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, hingerichtet. Das ehemalige Gestapogefängnis (Gedenkstätte) zeigt in zehn Zellen rund 1.800 selbstständige Inschriften und Zeichnungen der Gefangenen.

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln ist die größte lokale Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. Seit Juni 1997 befindet sich auf zwei Etagen des Hauses die rund 900 Quadratmeter große Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“. Das Hausgefängnis der Gestapo im Keller des Gebäudes erinnert eindringlich an die Schrecken der NS-Zeit in Köln. In den zehn Zellen sind rund 1.800 selbstständige Inschriften und Zeichnungen der Gefangenen erhalten. Am 4. Dezember 1981 wurde das ehemalige Gestapogefängnis als Gedenkstätte eröffnet. Es stellt als eine der am besten erhalten gebliebenen Haftstätten aus der NS-Zeit ein Kulturgut von nationalem und europäischem Rang dar.

Das NS-Dokumentationszentrum hat seit 1988 seinen Sitz im EL-DE-Haus, das nach den Initialen seines Bauherrn, des katholischen Kaufmanns Leopold Dahmen, benannt wurde. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo, die das Haus im Rohbau mietete und für ihre Zwecke umbaute. In den letzten Monaten des Krieges wurden im Innenhof des EL-DE-Hauses mehrere Hundert Menschen, vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, hingerichtet.

Das heutige Profil des NS-Dokumentationszentrums (abgekürzt NS-DOK) ist dadurch geprägt, dass es sich in gleichen Teilen – und aufeinander bezogen – dem Gedenken an die Opfer sowie dem Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus widmet. Es versteht sich gleichermaßen als Gedenkort, Lernort und Forschungsort in einem.

Das NS-Dokumentationszentrum ist eine ausgeprägte Forschungsstätte. Die Bibliothek enthält – in Form einer Präsenzbibliothek – schwerpunktmäßig Literatur zu Köln in der NS-Zeit sowie zur allgemeinen NS-Geschichte sowie zu deren Didaktik und zum Rechtsextremismus und umfasst ca. 17.300 Bände (Stand 2011). In der Dokumentation werden historische Quellen gesichert, in Datenbanken ausgewertet und zugänglich gemacht. Die Sammlungsbestände umfassen vor allem Fotografien, Foto- und Sammelalben, Plakate, museale Objekte, persönliche Dokumente, Tagebücher, Briefe und Zeitzeugenberichte. Zahlreiche Forschungsprojekte prägen die Arbeit des NS-DOK seit Beginn an. Zu den Themen gehör(t)en unter anderem: die jüdische Geschichte, die Sammlung von Zeitzeugenberichten und -interviews zunächst in schriftlicher Form, dann im Audio- und Videoformat.

Das NS-Dokumentationszentrum gehört als städtische Institution seit 2008 zum Verbund der städtischen Museen Kölns und ist damit innerhalb der Stadtverwaltung für die Behandlung von Themen zuständig, die die NS-Vergangenheit der Stadt betreffen.

Seit Anfang 2008 ergänzt und erweitert die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) die Arbeit des NS-DOK um den Aspekt der Auseinandersetzung mit aktuellen extrem rechten Ideologien und informiert insbesondere Jugendliche, aber auch Erwachsene in Workshops, Vorträgen und Tagungen.

Appellhofplatz 23-25 • 50667 Köln
Tel. 0221-221-26332
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr / Sa-So 11-18 Uhr
Internet: www.nsdok.de


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