Einzigartig: Das Ruhr Museum ist das Regionalmuseum des Ruhrgebiets und befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem Welterbe Zollverein in Essen. Die Kohlenwäsche ist das größte Übertagegebäude auf dem Gelände der Zeche Zollverein, der „schönsten Zeche der Welt“. Der Zugang zum Ruhr Museum verläuft über die längste freistehende Rolltreppe Deutschlands, auf 24 Meter Höhe. In seiner Dauerausstellung präsentiert das Ruhr Museum mit 6000 Exponaten auf drei Ebenen die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. Es versteht sich nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr.

Das Ruhr Museum auf dem Welterbe Zollverein
Das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem Welterbe Zollverein ist das Regionalmuseum des Ruhrgebiets. In seiner Dauerausstellung erzählt es mit 6.000 Exponaten die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Reviers, des größten Ballungsraumes Europas – von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel hin zur Metropole Ruhr. Dabei nimmt das Ruhr Museum die wechselnden und imposanten Raumkonstellationen seines Ausstellungsgebäudes, der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, bewusst auf und verwebt sie mit seinen Inhalten. Der Museumsparcours folgt dabei dem ehemaligen Weg der Kohle über drei Ebenen. Er beginnt in riesigen Hallen mit zyklopenhaften Maschinen mit den Mythen, Phänomen und Strukturen der Gegenwart. Zeitzeichen zeugen von einschneidenden Lebenserfahrungen, privaten und historischen Ereignissen, die sich zur kollektiven Erinnerung der heutigen Ruhrgebietsbevölkerung verdichten.

Auf der nächsten Ebene warten massive fensterlose Betonbunker, die als Speicher des vorindustriellen Gedächtnisses der Region, das bis in die Antike und das Mittelalter zurückreicht, fungieren.
Die unterste Ebene der Kohlenwäsche mit ihren langen Raumfluchten und Blickachsen diente der Verteilung der Kohle und widmet sich heute ganz der Geschichte des dramatischen Industrialisierungsprozesses, von den Anfängen im 18. Jahrhundert, dem Höhepunkt in der Hochindustrialisierung, den Zerstörungen in zwei Weltkriegen und dem anschließenden Wiederaufbau. Die Ausstellung endet wieder in der Gegenwart der Metropole Ruhr, zieht Bilanz und versucht einen Ausblick auf die Zeit nach der Nutzung fossiler Energie.
Das Ruhr Museum verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Geologie, Archäologie, Geschichte und Fotografie, die im Wesentlichen auf den Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums der Stadt Essen beruhen. Sie werden insbesondere mit regionalem Bezug ständig vermehrt und thematisch erweitert. Neben der Dauerausstellung zur Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebietes zeigt das Ruhr Museum regelmäßig Sonderausstellungen, auch zu Themen, die sich nicht auf das Ruhrgebiet beziehen.

Das museale und kulturelle Angebot des Ruhr Museums wird vervollständigt, durch seine vielseitigen Außenstellen, der Musterwohnung auf der Margarethenhöhe – eingerichtet wie eine für die berühmte Gartenstadt typische Wohnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die neu eröffnete Ausstellung „Die Gartenstadt Margarethenhöhe“ im Kleinen Atelierhaus über die Geschichte und das Leben auf der Margarethenhöhe, dem Mineralien-Museum in Essen Kupferdreh und dem Halbachhammer aus dem Jahre 1417 – eine Schenkung Gustav Krupp von Bohlen und Halbachs an die Stadt Essen. Neben Audioguides und der Museumstasche für Familien bietet das Ruhr Museum ein vielseitiges Programm mit Themenführungen, Workshops für Familien mit Kindern, öffentlichen Führungen, Exkursionen,Vorträgen und gastronomischen Angeboten an.

Gelsenkirchener Straße 181 • 45309 Essen
Tel. 0201-24681 444
Öffnungszeiten: April bis September: tägl. 10-20 Uhr

Oktober bis März: tägl. 10-18 Uhr
Internet: www.ruhrmuseum.de


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