Deutsche Malerei des 15. bis 20. Jahrhunderts, französische und niederländische Malerei des 16. bis 20. Jahrhunderts, internationales Kabinett.

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ist eines der ältesten und bedeutendsten Museen Deutschlands. Das einzigartige architektonische Ensemble umfasst drei Häuser: das Hauptgebäude mit der Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, die Orangerie als Ort der Moderne und der Gegenwartskunst und die in einer Villa untergebrachte Junge Kunsthalle, in der Ausstellungen für Kinder und Jugendliche präsentiert werden. In unmittelbarer Nähe des Karlsruher Schlosses und des Botanischen Gartens gelegen, lädt die Kunsthalle mit 8oo ständig ausgestellten Werken Besucher jeden Alters zu einem Streifzug in die Bildwelten gegenwärtiger und vergangener Zeiten ein.

Historische Ausstellungsräume Der Architekt Heinrich Hübsch gestaltete die 1846 eröffnete Gemäldegalerie als Ort, an dem „Auge, Gefühl und Gedanke Hand in Hand gehen“. Ihm schwebte eine Vierflügelanlage mit einem Innenhof vor, von der zunächst nur der erste Bauabschnitt verwirklicht werden konnte. Dort befinden sich die historischen Ausstellungsräume der Kunsthalle mit Wanddekorationen des Spätromantikers Moritz von Schwind und seiner Schüler. Ein Gang durch die unterschiedlich proportionierten Räume des Erdgeschosses mit ihrem fein abgestimmten Dekor kommt einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert gleich. Heinrich Hübsch entwarf auch die benachbarte Orangerie und die Villa des Gartendirektors, die heute als Junge Kunsthalle genutzt wird.

Schwerpunkte: Frankreich, Niederlande, Deutschland Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe besitzt mehr als 35oo Werke, Malerei und Skulptur, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie zeigt permanent Spitzenwerke flämischer und holländischer Künstler des „Goldenen Zeitalters“ und eine der reichsten Sammlungen französischer Kunst in deutschen Museen. Der Kernbestand geht auf den einstigen Besitz der weit verzweigten Familie der Markgrafen von Baden zurück, die auch den Grundstein zum Kupferstichkabinett und zur Kunstbibliothek des Hauses legten. Als früheste Erwerbung gilt die sogenannte Markgrafentafel, die der Markgraf Christoph I. um 15o9 in Auftrag gab. Heute ist sie Teil der bedeutenden Karlsruher Sammlung deutscher Malerei der Spätgotik. Einen wichtigen Akzent setzte 25o Jahre später die kunstsinnige und wissenschaftlich interessierte Markgräfin Karoline Luise, die über den Kunsthandel Gemälde unter anderem von Boucher, Rembrandt und Chardin erwarb.

Hans-Thoma-Straße 2-6 • 76133 Karlsruhe
Tel. 0721-926-3355
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr / Sa-So+Ft 10-18 Uhr
Internet: www.kunsthalle-karlsruhe.de


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