Einzigartig: Das Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München ist das zentrale Informations- und Bildungszentrum zur Geschichte der Vertriebenen und Spätaussiedler in Bayern. Es dokumentiert deren vielfältige Kultur und Geschichte mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Seminaren, Tagungen und Studienfahrten.

„Der Herkunft eine Zukunft geben“

Nach dem zweiten Weltkrieg kamen allein nach Bayern rund zwei Millionen Vertriebene und Flüchtlinge, denen im Lauf der folgenden Jahrzehnte noch rund 650.000 Aussiedler und Spätaussiedler folgten. Diese Neubürger Bayerns kamen aus dem Baltikum, Ost- und Westpreußen, Danzig, Pommern, aus den Gebieten der Russlanddeutschen, aus Schlesien, dem Sudetenland, den Gebieten der Donauschwaben (Ungarndeutsche, Jugoslawiendeutsche, Rumäniendeutsche aus dem Banat), aus Siebenbürgen, der Bukowina und Bessarabien. Diese Aufstellung zeigt die Bandbreite der historischen deutschen Besiedlung in Ost- und Südosteuropa, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Mit seinem Motto „Der Herkunft eine Zukunft geben“, hat sich das HDO der Aufgabe verschrieben, ein Informations-, Bildungs- und Begegnungszentrum zu Geschichte, Landeskunde und Volkskunde der Deutschen aus Ost- und Südosteuropa zu sein. Längst haben die damaligen Neubürger und die alteingesessenen Einwohner Bayerns untereinander geheiratet und in vielen Familien gibt es in der Eltern-, Großeltern- und Urgroßeltern-Generation Menschen, deren Herkunft „im Osten“ liegt. Die Fragen der Nachkommen nach der Herkunft ihrer Familie zu beantworten, die Geschichte und die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen der historischen Siedlungsgebiete zu dokumentieren, ist eine zentrale Aufgabe des Hauses des Deutschen Ostens.

Dafür veranstaltet das HDO Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Vorträge, Seminare, Tagungen und Studienfahrten und unterhält mit rund 77.000 Bänden die größte öffentliche Spezialbibliothek in Bayern zu Geschichte und Gegenwart der deutschen Siedlungsgebiete in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Weitere Informationen über die Aufgaben des Hauses, die Öffnungszeiten und das aktuelle Veranstaltungsprogramm sind auch auf der Web-Seite www.hdo.bayern.de zu finden.

Das Haus liegt zentral am Isarhochufer und ist mit der Straßenbahn Linie 16, Haltestelle Deutsches Museum oder Gasteig, oder mit jeder S-Bahn, Haltestelle Rosenheimer Platz, bequem zu erreichen. Das Gebäude ist Teil eines ehemaligen Benediktinerinnenklosters und wurde in den Jahren 1749 – 1751 erbaut.

Das „Haus des Deutschen Ostens“ in München ist eine nicht rechtsfähige öffentliche Anstalt, die dem Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen untersteht. Es ist somit eine nachgeordnete Behörde des StMAS.

Am Lilienberg 5 • 81669 München
Tel. 089-44 99 93 – 0
Öffnungszeiten: Bibliothek: Mo-Do 9-12 u. 13-15.30 Uhr / Di 13-19 Uhr
Ausstellungen: Mo-Do 10-20 Uhr Fr 10-15 Uhr
in den Ferien: Mo-Fr 10-15 Uhr
Internet: www.hdo.bayern.de


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