Einzigartig: Mitmachen, experimentieren und das inmitten von Exponaten. Im TECHNOSEUM gehen die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Technik- und Sozialgeschichte.

Nicht ist spannender als Technik
Interaktiv ist das Stichwort, wenn es um das TECHNOSEUM geht: An rund 110 Experimentierstationen kann man selbständig experimentieren und spielerisch naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge verstehen lernen. In keinem anderen deutschen Museum wird dabei der historische Bezug von gestern und heute so deutlich wie hier: Denn die drei Experimentierfelder der Elementa 1, 2 und 3 sind eingebettet in die Ausstellung zur Geschichte der Industrialisierung: Besucherinnen und Besucher erleben auf diese Weise die Experimente vor ihrem geschichtlichen Hintergrund und erfahren, wie sie in der weiteren technischen Entwicklung Anwendung gefunden haben.

Probieren über Studieren
Mitmachen, experimentieren und einfach ausprobieren ist in den Elementa-Bereichen 1, 2 und 3 angesagt: Die Besucher bauen zum Beispiel eine stabile Brücke nach dem Prinzip Leonardo da Vincis, lernen faszinierende Phänomene der Elektrotechnik kennen oder testen die eigene Reaktionsgeschwindigkeit. Jedes Experimentierfeld widmet sich dabei einem bestimmten Zeitabschnitt:
Die „Elementa 1“ veranschaulicht etwa bahnbrechende Erkenntnisse in Naturwissenschaft und Technik im 17. und 18. Jahrhundert, am Vorabend der industriellen Revolution. Hier kann man zum Beispiel nachvollziehen, wie im frühen 18. Jahrhundert nach antikem Vorbild schwere Lasten gehoben wurden: Wer in den Tretrad-Kran steigt und anfängt zu laufen, setzt den Kran in Bewegung, die Zahnräder beginnen zu drehen und das Seil, an dem ein Sandstein von 275 kg Gewicht hängt, wird aufgedreht und der Stein somit gehoben.
In der „Elementa 2“ warten Experimente aus der Hochindustrialisierung um 1900 auf die Besucher: Hier kann man etwa Rohrpost verschicken, wie es in der Großstadt der damaligen Zeit üblich war, selbst Morsezeichen geben oder austesten, wie ein Flugzeug mittels Aerodynamik fliegt.
Die „Elementa 3“ rückt schließlich Wissenschaften in den Mittelpunkt, die heute aktuell sind und die Zukunft prägen werden: Wie Ameisenroboter arbeiten, wie täuschend echte künstliche Welten erzeugt werden und wie man dank virtueller Realität Arbeitsprozesse steuert, sind nur einige der Experimentierstationen, an denen man den Blick in die Zukunft werfen kann.

Aktiv durch die Geschichte
Doch nicht nur in den Elementa-Bereichen heißt es aktiv werden: Auf der Zeitreise durch die Geschichte der Industrialisierung machen inszenierte Wohn- und Arbeitssituationen anschaulich, wie technische Neuerungen sich auf das Alltagsleben und die Arbeitsformen seit dem 18. Jahrhundert ausgewirkt haben. TECHNOscouts zeigen die historischen Arbeitsabläufe und binden die Besucher mit ein: So sehen sie nicht nur Exponate, sondern erleben, wie zum Beispiel die Getreidemühle mahlt, in der Weberei Textilien gefertigt werden oder wie eine Dampfmaschine betrieben wird. Sie bedrucken Postkarten an Tiegelpressen oder schöpfen selbst Papier wie vor 200 Jahren. So wird Geschichte für den Einzelnen erlebbar.

An Bord gehen
Wer die Zeitreise im TECHNOSEUM beendet hat, kann auf dem Museumsschiff Mannheim eine weitere antreten: Bei dem Schiff handelt es sich um das größte Exponat des Museums, das im Neckar, direkt an der Kurpfalzbrücke liegt. Der historische Schaufelraddampfer, einst prachtvoller Ausflugsdampfer auf dem Rhein und für 2.000 Passagiere ausgelegt, ist nicht nur Ausstellungsstück, sondern auch Ausstellungsort zugleich. An Bord wird die Geschichte der Schifffahrt auf Rhein und Neckar lebendig. Hier erfährt man, welche Bedeutung die Binnenschifffahrt für die Industrialisierung hatte. Bei ihrem Rundgang können Besucherinnen und Besucher einen Blick in die Schiffsküche und in den Maschinenraum werfen und sehen, wie der Antrieb durch Dampfmaschinen funktioniert. Und auch hier gibt es zahlreiche Versuchsstationen, die Groß und Klein einladen, den Naturraum Neckar zu entdecken: Hier lernt man zum Beispiel, wie ein Seemannsknoten funktioniert, warum Fische schwimmen und kann unscheinbare Wasserbewohner unter dem Mikroskop bestaunen.

Museumsstraße 1 • 68165 Mannheim
Tel. 0621-4298-9
Öffnungszeiten: tägl. 9-17 Uhr
Internet: www.technoseum.de


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