Einzigartig: Es ist einzigartig in Deutschland, das Westfälische Pferdemuseum in Münster.
Nirgends sonst lassen sich 100 Millionen Jahre Pferdeentwicklung verfolgen. Auf über 1.000 qm Ausstellungsfläche vermitteln historische Objekte, moderne Medientechniken und interaktive Stationen Einblicke in die besondere Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Neben der großen Ausstellungshalle lockt die Arena „Hippomaxx“ jedes Jahr viele Besucher in das Museum. Hier finden regelmäßig Pferdeshows und andere Veranstaltungen statt. Das Westfälische Pferdemuseum ist damit etwas Einmaliges: ein lebendiges Museum.

Das Glück dieser Erde liegt bekanntermaßen auf dem Rücken der Pferde. Diese Weisheit ist auch in Nordrhein-Westfalen verwurzelt, schließlich ist das Pferd fester Bestandteil des Landeswappens. Neben dem traditionellen Turnier der Springreiter gibt es in Münster eine weitere Attraktion für Pferdefreunde aus aller Welt: Das Westfälische Pferdemuseum, das im Oktober 2002 im münsterschen Allwetterzoo eröffnet wurde. Das ungewöhnliche Konzept und der attraktive Standort machen es zu einem Erlebnis für alle.

Mit einer Kombination von Objekten, Bildern, Licht, Farben und anderen sinnlichen Erfahrungen präsentiert das Pferdemuseum auf rund 1.000 qm Ausstellungsfläche acht Themenkomplexe:
Den Anfang macht das Thema „Pferdebilder“: Die Ausstellung zeigt jahrhundertealte Vorstellungen vom „wohlgestalteten“ und „ungestalteten“ Pferd sowie das Präparat von Polydor, einem der erfolgreichsten Zuchthengste unserer Zeit. Gemeinsam spiegeln sie die wechselvolle Beziehung zwischen Mensch und Pferd wieder.

Im Bereich „Evolution und Domestizierung“ führen das Original-Fossil des Messeler Urpferdchens und archäologische Funde die Besucher auf eine Zeitreise. Die Abteilung gibt Einblicke in die historischen Wildbahnen Westfalens, die als die Wurzel der westfälischen Pferdezucht gelten. Von der einstigen Vielfalt wilder Pferde zeugt heute nur noch die Dülmener Herde im Merfelder Bruch. Einzigartige Präparate der im 19. Jahrhundert ausgestorbenen Emscherbrücher erinnern an die Zeiten des traditionellen Pferdefangs in Westfalen. Unter der Rubrik „Biologie und Verhalten“ kann man die Welt aus der Pferde-Perspektive erleben oder in den Körper eines Pferdemodells hineinschauen. Auf amüsante Weise und im Vergleich „Mensch-Pferd“ lernt der Besucher die Besonderheiten der Pferdeanatomie und damit das faszinierende Lebewesen Pferd besser kennen und verstehen. Nebenan gestattet das Thema „Pferdezucht“ einen Blick hinter die Kulissen von Landgestüt, Privatzucht und Pferdestammbuch und zeigt die Methoden erfolgreicher Zucht auch unter historischen Aspekten: Vom Natursprung zum Tiefkühlsperma.

Inszenierungen von vergangenen Arbeitswelten des Pferdes – vom bäuerlichen Pferdestall über die Postkutsche bis hin zum Spezialschuh für Pferde im Moor – gibt es im Bereich „Arbeitspferde“. Wer sich für „Sport und Freizeit“ interessiert, kann anhand von Computer-Animationen einen Eindruck vom Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter bekommen und mit Hilfe interaktiver Stationen die unterschiedlichen Sitzgefühle in Western-, Galopp- oder Springsätteln ausprobieren. Die Ausstellung endet mit dem „Westfälischen Olymp“, in dem Westfalens Spitzenreiter und Siegerpferde geehrt werden.

Speziell für das ganz junge Publikum gibt es neben dem Museum den Kinder- und Pferdepark: Eine abwechslungsreiche Erlebniswelt, die den kleinen und großen Besuchern hautnahe Begegnungen mit verschiedenen Pferderassen ermöglicht.
Die angrenzende Manegenhalle „Hippomaxx“ dient als Forum für Veranstaltungen rund um das Pferd: Vorführungen zum Voltigieren und therapeutischen Reiten, rasante Westernshows und beeindruckende Freiheitsdressuren geben einen Eindruck vom Umgang mit Pferden.

Die Vorstellung alter und bedrohter Pferderassen erlauben hautnahe Kontakte zum Tier. Erläuterungen von Fachleuten sorgen dafür, dass die Vorführungen nicht nur unterhaltenden, sondern auch informativen Charakter haben.

Die Arbeit und Aktivitäten des Museums heben sich durch ihren innovativen Charakter von den landläufigen Vorstellungen eines „Pferdemuseums“ ab. Nicht ein sentimentaler Blick auf die „gute alte Zeit“ oder eine „Pferdeseligkeit“ werden reproduziert, sondern zeitgemäße und provokante Blicke auf ein weites Themenspektrum geworfen.

Pferde und Menschen in Westfalen: Eine intensive Beziehung. Eine faszinierende Geschichte.

Sentruper Straße 311 • 48161 Münster (Westfalen)
Tel. 0251-48427-0
Öffnungszeiten: März: tägl. 9-17 Uhr / April bis September: tägl. 9-18 Uhr
Oktober: tägl. 9-17 Uhr / November bis Februar: tägl. 9-16 Uhr
Internet: www.pferdemuseum.de


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