Einzigartig: Das Porzellanikon ist das größte Spezialmuseum für Porzellan in Europa.
Es ist sowohl in einer ehemaligen Fabrikantenvilla (Hohenberg) als auch in einer originalen Porzellanfabrik (Selb) untergebracht. Hier verbinden sich die Schönheit des Produktes „Porzellan“ mit „hands-ons“, also der Möglichkeit, praktische Erfahrungen an laufenden Dampfmaschinen, Malkursen, lebendigen Vorführungen, Kindergeburtstagen, Spezialführungen, Museumsfesten etc. zu erleben.
Ebenso findet man hier das erste Museum für Technische Keramik.

Das Porzellanikon Selb befindet sich in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik. Gut 9000 qm des umgenutzten Industriestandortes beherbergen heute drei verschiedene Museen.
1866 von Jacob Zeidler gegründet und direkt an der noch heute genutzten Eisenbahnlinie Hof-Selb gelegen, ging das Unternehmen 1917 an Philipp Rosenthal, der die Firma zur Blüte brachte, wie nach ihm sein visionärer Sohn. Seit den 70er Jahren stand das Haus leer, wurde jedoch mit Beginn der 90er Jahre als Industriedenkmal nach neuesten Gesichtspunkten der Denkmalpflege original restauriert. Das erste Industriemuseum Bayerns atmet den spröden Charme der ehemaligen Fabrik aus dem 19. Jahrhundert.

Porzellanikon – Vier Museen, zwei Standorte, ein Thema: Porzellan

Die Stärke des Porzellanikons ist seine Vielfalt – damit ist es einzigartig in Europa. Und außerdem mit rund 11.000 m2 Ausstellungsfläche an zwei Standorten kontinentweit das größte Spezialmuseum für Porzellan.

Unter dem Dach des Porzellanikon Selb finden sich drei Museen: Das Europäische IndustrieMuseum für Porzellan widmet sich der Herstellung des Porzellans, wie sie sich in Europa seit der erfolgreichen Nacherfindung des Porzellans 1708 verändert hat, von der Manufaktur hin zur industriellen Fertigung. Authentisch wiederhergestellte Arbeitsplätze, Filme und Vorführungen machen den Gang durch die Geschichte der Herstellung spannend und abwechslungsreich und zeigen nicht nur die Technik, sondern auch die Arbeitsbedingungen und das Leben der Menschen.

Die Technische Keramik ist eine High-Tech-Industrie geworden. Ihre Produkte sind aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken. Ob Automobiltechnik, Weltraumfahrt, Labore, Medizin, ob Haushaltsgeräte, Computer oder Handschuhfertigung, überall spielt dieser Werkstoff eine zentrale Rolle. Das Europäische Museum für Technische Keramik zeigt Materialien und Anwendungen und lässt uns staunen.

In der dritten Ausstellungseinheit dokumentiert das RosenthalMuseum an Hand vieler Porzellane aus Kunst und Design die mehr als 125jährige Firmengeschichte.

Mit der Einrichtung der Porzellanmanufaktur Meissen 1710 begann das Porzellan einen unvergleichlichen Siegeszug in Europa – und Deutschland wurde der wichtigste Produzent. Künstlerisch gestaltete Figuren für die fürstliche Tafel des 18. Jahrhunderts, imposante Service für die bürgerlichen Haushalte des 19. Jahrhunderts, bis 1930 reicht die Präsentation deutscher Porzellane im Porzellanikon Hohenberg – Deutsches PorzellanMuseum. Damit erschließt sich ein Einblick nicht nur in Aspekte der Kunst und des Design, sondern der Lebenskultur von mehr als 200 Jahren deutscher Geschichte.

Sonderausstellungen, Veranstaltungen, Konferenzen, Museumspädagogik und vieles mehr runden das Programm ab – eben ein vielfältiges Museum.

Werner-Schürer-Platz 1 • 95100 Selb
Tel. 09287-91800-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Internet: www.porzellanikon.org


Share